Ströck Blog

Die Hand

Wenn Sie wissen wollen, was Sie so richtig zum Menschen macht, dann berühren Sie einfach einmal mit allen Ihren vier Fingerspitzen Ihren Daumen. Herzliche Gratulation! Außer dem Homo sapiens sapiens, dem modernen Menschen, kann das auf der Welt nämlich keiner.

Mythos Handwerk

Es ist faszinierend und hypnotisierend zugleich, einem guten Semmelschläger bei der Arbeit zuzusehen. Er nimmt einen kleinen Klumpen Teig und drückt ihn mit drei Fingern flach. Dann faltet er ihn mit der linken Hand einmal von oben zu sich, sodass ein Halbkreis vor ihm liegt. Der Daumen der linken Hand bleibt in die Mitte des Teigs gepresst, mit der Kante der rechten Hand schlägt er nun sachte mehrmals in den Teig.

Wenn er sein Handwerk beherrscht, dann läuft das alles in einer kontinuierlichen Bewegung ab, die wie eine gleichmäßige, sanfte Welle rollt. Es dauert keine fünf Sekunden, bis eine perfekte Handsemmel mit dem bekannten Muster und den fünf Segmenten vor dem Semmelschläger liegt.

Manchmal braucht man länger

Es gibt Momente im Leben, die sind so einprägsam, dass sie einen nicht mehr loslassen. Wenn man verzweifelt versucht, eine Tür aufzudrücken, bis man erkennt, dass man ziehen muss, zum Beispiel. Oder dass man Brot auch ganz anders backen kann, als man es bisher kannte, selbst wenn man sich mit Brot mehr als ausgezeichnet auskennt. Die Psychologie spricht in solchen Fällen von einem Aha-Erlebnis und so ein Aha-Erlebnis steht am Anfang der Entwicklung des Laurenzio-Wecken Bio, erlebt von Christoph Ströck und Pierre Reboul im Bread Lab der Washington State University.

Das Handwerk des Tötens

"„Ich bin kein Unternehmer, ich bin Fleischhacker“, bekennt Markus Dormayer. Der Weinviertler Metzgermeister ist mehrfacher „Blunzenweltmeister“, sieht sich als Fleischdesigner und freut sich, dass mit dem Interesse an Crafted Meat auch die Wertschätzung fürs Handwerk eine Renaissance erlebt."

Weißes, klingendes Gold

Schon Kaiser Franz Joseph I. hatte eine besondere Vorliebe für resche Handsemmeln zum Frühstück und stimmte sich mit diesem feinen Wiener Gebäck auf einen gelungenen Start in den Tag ein. Als launige Dekoration wurden für die kaiserliche Tafel Semmerln und andere Gebäckstücke aus Porzellan gestaltet.

Es muss ein großer Spaß für alle Eingeweihten gewesen sein, wenn einer der Gäste herzhaft in so ein täuschend echtes Semmerl reinbeißen wollte. Die Porzellanmanufaktur Augarten hat diese Tradition wieder aufgegriffen und das Handsemmerl aus Porzellan als Dose wiederbelebt.

Weizen, Held oder Schurke?

Die gute Nachricht zuerst: Gluten ist für Sie allerhöchstwahrscheinlich völlig unbedenklich. Wenn Sie nicht täglich mehrere Kilo Brot verschlingen, macht Gluten Sie weder krank noch dick noch müde, es verursacht nicht einmal Blähungen.

Quo vadis? im Feierabend

Lebensmittelunverträglichkeiten - Forschung & Wissen
Im Gespräch mit Frau Assoz. Prof. PD DDr. Eva Untersmayr- Elsenhuber

Wir haben uns im Ströck Feierabend zu einem interessanten Gespräch mit Frau Prof. Untersmayr-Elsenhuber getroffen und uns über das schier unendliche Thema der Nahrungsmittelunverträglichkeiten unterhalten. Ein gutes Feierabendthema.

Das Lebensmittel #1

Im Jahr 2011 statuierte die UNO-Vollversammlung: „Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu sanitärer Grundversorgung gehört zu den Menschenrechten.“ Süßwasser ist für das Leben auf der Erde entscheidend. Es hat zwar nur einen Anteil von weniger als drei Prozent an den globalen Wasserreserven, dennoch wäre das vorhandene Vorkommen mehr als ausreichend.

Allerdings hat die Natur, weltweit gesehen, für eine ungleichmäßige Verteilung gesorgt. Wir Österreicher importieren etwa 50 Prozent des virtuellen Wasserverbrauchs. Viele sehr wasserintensive Importgüter stammen aus Ländern, in denen Wasserknappheit herrscht oder die mit landwirtschaftlichen Problemen kämpfen.

Superfood

Gibt es das wirklich?
In der Küche und auf dem Esstisch ist es oft wie in der Mode oder in anderen Bereichen des Lebens: Es gibt Klassiker, die über Jahrzehnte im Wesentlichen unverändert bleiben, ab und an ins Visier von Wiederentdeckern geraten, die sagen, dass die Klassiker in Wahrheit nicht das Gelbe vom Ei sind. Und es gibt Trends. Diäten, Ernährungsformen, Meinun­gen, die für kurze oder längere Zeit überall diskutiert werden, Länge mal Breite mal Tiefe analysiert und von jenen, die ein Geschäft wittern, gepusht werden, um dann doch wieder genauso schnell zu verschwinden, wie sie gekommen sind.

Was noch auf den Teller darf

Früher war das Leben angeblich einfach: Die Milch kam vom Bauern und nicht aus dem Kühlschrank, die Wurst vom Fleischer und nicht aus dem Supermarkt und der Fisch aus dem Meer und nicht aus dem Tiefkühler.